Gründer · GartenAIden
Welche 12 Fragen gehören in ein GaLaBau-Erstgespräch?
Die zwölf Fragen sortieren sich in vier Bereiche mit je drei Fragen: Projekt-Kontext, Bestand, Wunsch, Rahmen. Die Reihenfolge ist nicht zufällig — sie führt vom Konkreten zum Abstrakten und kommt zum Budget erst, wenn der Interessent den Umfang seines eigenen Projekts überblickt. Ergebnis: realistischere Antworten, weniger Reflex-Aussagen, klareres Briefing.
Der 12-Punkte-Block ist die vertiefte Variante der schnellen Vorab-Qualifizierung. Wer sich nur fünf Minuten Zeit nehmen will (oder als Filter vor dem Erstgespräch), nutzt die Sieben-Punkte-Liste aus dem Beitrag Garten-Anfragen in 5 Minuten qualifizieren. Diese Zwölfer-Liste hier ist für das eigentliche Telefonat oder den Erst-Termin.
A. Projekt-Kontext (3 Fragen)
- Was ist der Anlass? Umzug, Renovierung des Hauses, neue Lebenssituation, Frust mit Bestand. Der Anlass bestimmt die Erwartungshaltung an die Lösung.
- Bis wann soll fertig sein? Konkretes Datum oder Saison ("Frühjahr 2027"). Zeitrahmen ist Verbindlichkeits-Indikator und entscheidet, ob du das Projekt in deine Auftragsplanung schiebst.
- Wann soll's losgehen? Start- und Fertigstellungs-Datum geben den Realisierungs-Zeitraum vor — relevant für Pflanz-Saison, Gewerke-Reihenfolge, Lieferzeiten.
B. Bestand (3 Fragen)
- Können Sie ein Foto vom Bestand schicken? Höchster Verbindlichkeits-Indikator. Wer das Handy zückt und eine Aufnahme macht, ist deutlich kaufbereiter. Methodische Einordnung: Lead-Score berechnen.
- Was steht heute drauf? Bestandsbepflanzung — was bleibt, was kommt weg, was wird umgepflanzt. Verändert die Kalkulation deutlich (Rodung, Wurzelfreilegen, Entsorgung).
- Welche Hartlandschaft existiert? Terrasse, Wege, Treppen, Mauern, Stützmauern, Fundamente. Das Bestehende bleiben zu lassen oder umzubauen ist der größte Kosten-Hebel.
C. Wunsch (3 Fragen)
- Welche Stilrichtung schwebt vor? Nicht abstrakt fragen — konkret ("eher modern-klar oder eher naturnah-überwachsen?"). Bilder oder Stil-Auswahl funktionieren besser als Worte.
- Was ist die Hauptnutzung? Repräsentation, Familie/Spielen, Rückzug, Selbstversorgung, Pool/Wellness. Bestimmt die Flächen-Aufteilung mehr als der Stil.
- Wie viel Pflegezeit ist Ihnen recht? Wenig (zwei Stunden im Monat), mittel (eine Stunde pro Woche), hoch (Hobbygärtner). Bestimmt Pflanzauswahl und Bewässerung.
D. Rahmen (3 Fragen)
- Sind Sie Eigentümer? Mietsache verändert die Auftragsbasis grundlegend — du brauchst die Vermieter-Zustimmung für bauliche Eingriffe.
- Wer entscheidet mit? Allein, Partner, Familie, Verwaltung. Wer mitentscheidet, sollte beim nächsten Termin dabei sein — sonst wird der Termin nur informativ und der eigentliche Entscheidungstermin folgt nach.
- Welche Größenordnung beim Budget? Gestaffelt fragen: "eher 5.000, 15.000 oder 30.000 € aufwärts?" Konkrete Zahlen sind realistischer als "so wenig wie möglich".
Was unterscheidet ein gutes Erstgespräch von einem schlechten?
Drei strukturelle Unterschiede, die mehr ausmachen als der einzelne Wortlaut:
| Aspekt | Schlechtes Erstgespraech | Gutes Erstgespraech |
|---|---|---|
| Reihenfolge | beliebig -- Kunde steuert | strukturiert -- du steuerst |
| Loesungs-Vorschlaege | sofort ("wir koennten ...") | erst nach Frage 9 |
| Budget-Frage | frueh oder gar nicht | als Frage 12, gestaffelt |
| Dauer | 25-40 Min., oft fragmentiert | 12-15 Min. fokussiert |
| Notiz-Format | lose, oft im Kalender | strukturiert, 12 Felder |
| Folge-Aktion | unklar, haeufig "wir melden uns" | konkretes Datum fuer Vorortbesichtigung |
| Zusammenfassung an Kunde | fehlt oder kommt Tage spaeter | binnen 24 h, 3-5 Bulletpoints |
Der größte Hebel sitzt in der Reihenfolge. Wer als Erstes nach Stil oder Lösungen fragt, kommt nie sauber zum Budget. Wer als Erstes nach Budget fragt, bekommt Reflex-Antworten. Wer den Kontext zuerst klärt, holt sich Bedürfnis-Klarheit ab — und der Kunde wird beim Budget am Ende realistischer.
12 Fragen automatisch — vor dem Telefonat
GartenAIden führt jeden Interessenten durch dieselben Fragen und liefert dir das Briefing fertig — Telefonat kannst du auf den persönlichen Teil fokussieren. Im Pilotprogramm 2026: die ersten 10 qualifizierten Leads gratis, ohne Kreditkarte, ohne Vertrag.
→ Live-Demo startenWie strukturierst du das Telefonat in 15 Minuten?
Eine erprobte Zeit-Aufteilung — anpassbar, aber als Anker hilfreich:
- Minute 0–2: Begrüßung, Anliegen in eigenen Worten kurz wiederholen lassen.
- Minute 2–5: Bereich A — Projekt-Kontext (Anlass, Zeitrahmen, Fertigstellung).
- Minute 5–8: Bereich B — Bestand (Foto, Bepflanzung, Hartlandschaft).
- Minute 8–11: Bereich C — Wunsch (Stil, Nutzung, Pflege).
- Minute 11–13: Bereich D — Rahmen (Eigentum, Entscheider, Budget).
- Minute 13–15: Zusammenfassung und konkreter nächster Schritt mit Datum.
Wenn der Kunde bei einer Frage länger ausführt, ist das in Ordnung — du musst nicht hetzen. Aber bring ihn nach maximal zwei Minuten Abschweifung freundlich zurück: "Ich notiere das, lassen Sie uns kurz auf … zurückkommen, das ist wichtig für die Kalkulation."
Was machst du, wenn die Antworten lückenhaft bleiben?
Drei typische Lücken-Muster und ihre richtige Reaktion:
- Eine Lücke (z. B. kein Foto, sonst alles klar): Mit "offen — bei Vorortbesichtigung" markieren, Termin trotzdem vereinbaren. Foto kann der Kunde bis dahin schicken.
- Zwei bis drei Lücken in einem Bereich (z. B. Wunsch komplett unklar): Vorortbesichtigung wird zur Konzept-Beratung statt zum Aufmaß. Das ist eine andere Leistung — bewusst kalkulieren oder eine Konzept-Pauschale anbieten.
- Lücken in mehreren Bereichen + unklarer Anlass: Sehr früher Projektstand, Beratungsphase wird länger als der Auftragswert wert ist. Höflich erklären, dass der nächste sinnvolle Schritt eine Konzept-Beratung gegen Honorar wäre — wer ernsthaft will, sagt zu.
Wie sieht die Zusammenfassung an den Kunden aus?
Drei bis fünf Bulletpoints, binnen 24 Stunden per E-Mail oder WhatsApp. Format:
- Was wir besprochen haben (Projekttyp, Größenordnung, Zeitrahmen)
- Was du als Erstes klären/prüfen wirst (z. B. ALKIS-Daten, freie Vorortbesichtigungs-Termine)
- Was der Kunde noch besorgen sollte (Foto, Grundbuchauszug, Wünsche-Liste)
- Konkretes nächstes Datum (Vorortbesichtigung am … oder Konzept-Vorschlag bis …)
- Optional: Hinweis auf typische Größenordnung ("Projekte in dieser Größe bewegen sich erfahrungsgemäß zwischen X und Y €")
Der letzte Punkt verhindert späte Budget-Schocks — wenn der Kunde mit 5.000 € rechnet und du dann mit 25.000 € kommst, ist die Beziehung beschädigt. Eine ehrliche Bandbreite vorab spart beiden Seiten Frust. Mehr zur Conversion-Wirkung sauberer Kommunikation steht im Beitrag Kontaktformular vs. KI-Widget.
Wie integrierst du die 12-Fragen-Struktur dauerhaft?
Drei Routinen — keine Software-Großprojekte:
- Druckvorlage am Telefon. Eine A4-Seite mit den 12 Punkten plus Notiz-Feldern. Liegt griffbereit; nach jedem Telefonat ein Foto in den Projekt-Ordner. Funktioniert ohne digitalen Aufwand.
- Vorlage für die Zusammenfassung. Drei Sätze + Bulletpoints + Termin. Erspart dir bei jeder Anfrage 10 Minuten Schreibzeit.
- Punkte 1–11 vorab via Widget. Wer regelmäßig 10+ Anfragen pro Monat hat: ein KI-Widget übernimmt die Datenerhebung, du kommst mit Briefing zum Telefon. Spart pro Anfrage 8–10 Minuten Gesprächszeit. Was das in echtem Geld bedeutet: Was kostet ein KI-Lead-Tool für GaLaBau-Betriebe?.
FAQ
Welche 12 Fragen gehoeren in ein GaLaBau-Erstgespraech?
Wie lange sollte ein Erstgespraech im GaLaBau dauern?
Was sollte ich nach dem Erstgespraech dem Kunden zusenden?
Wann frage ich am besten nach dem Budget?
Was mache ich, wenn der Kunde keine klare Antwort auf eine Frage hat?
Wie automatisiere ich das Erstgespraech ohne den persoenlichen Kontakt zu verlieren?
Hinweis: Die 12-Punkte-Struktur basiert auf Pilot-Daten und Beratungspraxis aus inhabergeführten GaLaBau-Betrieben. Reihenfolge ist erprobt, einzelne Punkte kannst du an deinen Stil anpassen — die vier Bereiche (Kontext, Bestand, Wunsch, Rahmen) sollten alle abgedeckt sein.
